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Ein Dorf verändert sich: Rettenbach in den letzten 100 Jahren

Ein Dorf verändert sich: Rettenbach in den letzten 100 Jahren

Kennen Sie dieses Haus?

Auf dem Bild, das Alfons Schambeck wohl in den 1960er Jahren davon machte, empfing es als „Lehrerwohnhaus“ am Ortsrand alle, die von Ebersroith aus nach Rettenbach kamen. Ein modernes Wohnhaus mit mehreren Parteien – kein Einfamilienhaus, und auch kein altes Bauernhaus. Es muss recht fortschrittlich ausgesehen haben, als es 1955 als Lehrerwohnhaus gebaut wurde.

Die Lehrkräfte hatten zuvor im Schulhaus gewohnt, dann gab es in diesem Haus vier Wohnungen für sie: Für den Schulleiter Hanisch und seine Familie mit zwei Kindern, für das Lehrerehepaar Albert und ihre Familie mit drei Kindern, und für die Lehrerinnen Frl. Zacherl und Frl. Maier. Im Dachgeschoss gab es auch noch eine Notunterkunft für Lehramtsanwärter.
Was die Rettenbacher wohl gedacht haben? Ob sie es komfortabel fanden? Oder ob sie irgendwie Mitleid hatten, dass man dort Wand an Wand wohnte – fast ein bisschen wie in der Stadt?

Später zog dann dort die Gemeinde ein, 1991 zog eine Poststelle ein und später wieder aus. Und im Dach hausen heute keine Lehramtsanwärter mehr, sondern das Gemeindearchiv, das auch einen zusätzlichen Raum im Keller hat.

Es ist sicher kein Zufall, dass Alfons Schambeck das Haus genau aus dieser Perspektive fotografiert hat: Auf den blühenden Garten im Vordergrund, den der Gastwirt Josef Groß angelegt hatte, wollte er offenbar nicht verzichten. Und passend zum Marienmonat Mai gibt es darin nicht nur Blumen, sondern ganz vorne zusätzlich eine kleine Mariengrotte. Also – falls Sie im Mai auch das Gartlfieber packt und Sie noch irgendetwas besonderes für Ihren Garten brauchen: Wie wäre es mit einer kleinen Grotte?

Sie haben auch Bilder aus der Geschichte von Rettenbach, die wir als Scan ins Gemeindearchiv aufnehmen dürfen? Dann kontaktieren Sie Albert Wagner, Gemeindearchivar, Tel. 09462-1674

 

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  • Lehrerwohnhaus Rettenbach